Ich möchte hier nur auf ein paar grundlegende Haltungsbedingungen eingehen, da es viele sehr gute Seiten im Internet darüber gibt.

Bitte auf gar keinen Fall Einzelhaltung!

Wellis sind Schwarmvögel und wollen mindestens zu zweit leben!
Wer jemals Wellis in einem größeren Schwarm live erlebt hat, weiß, dass sich hier erst ihr typisches Verhalten zeigt.

Auch mögen sie keine Spiegel oder Plastikvögel als Ersatz.
Es ist nämlich nicht nur sehr deprimierend, jemanden ständig seine volle Aufmerksamkeit ohne ein Entgegenkommen zu schenken, sondern kann auch gesundheitlich zu schweren Erkrankungen wie Kropfentzündung und Federrupfen führen. 

Ein geeignetes Zuhause für die Racker sollte für zwei Wellis eine Mindestmaße von 1 m Breite haben, damit sie auch im Käfig ein paar Flügelschläge machen können. Je breiter, desto besser!
Viel Freiflug ist sehr wichtig, damit sie ihre Muskulatur trainieren können. Am besten lässt man die Zwerge den ganzen Tag fliegen.
Deswegen unbedingt darauf achten, dass das Wellizimmer wellisicher ist. Ein paar Spiel- und Landeplätze in der Nähe des Käfigs animieren zum Freiflug.
Außerdem sollte der Käfig rechteckig sein, da es nicht nur für die Wellis wesentlich idealer ist, sondern auch praktischer zum Reinigen. 
Ebenso sollte man darauf achten, dass die Käfigstangen waagerecht verlaufen. Die meisten Wellis kommen zwar auch
mit senkrechten Stangen zurecht, aber irgendwann kann man auch mal gehandicapte Wellis haben, für die senkrechte Stangen dann nicht so gut geeignet sind. 
Durch dunkle Gitterstäbe können die Wellis wesentlich besser sehen (weiß blendet). Auch auf eine saubere Verarbeitung sollte man achten, sonst kann sich schnell mal ein Welli verletzen.
Ebenso wichtig ist die Beschichtung. Wellis, vor allem die Hennen, nagen für ihr Leben gerne. Manche absplitternde Lackierung hat schon einen Welli vergiftet. Hier ist Qualität eindeutig wichtiger als der Preis.
Die Stangen sollten aus Naturholz sein und auf gar keinen Fall aus Plastik! Ungespritzte Obstbaumäste eignen sich hervorragend dafür, da sie unterschiedlich dick sind und so die Füße der Wellis nicht punktuell belastet werden. Ansonsten können sich Ballengeschwüre bilden, die nicht nur extrem schmerzhaft sind, sondern sich auch entzünden können.

Bitte vor dem Kauf genau überlegen, ob Wellis wirklich die richtigen Tiere für einen sind.
Wellis zwitschern und schnattern den ganzen Tag über, wenn sie sich wohl fühlen. Für manche mag das nervig sein; besonders, wenn der Käfig im Wohnzimmer steht und man nicht nur gerne fernsehen, sondern auch das Gesprochene hören möchte. Und je lauter es wird, umso lauter werden auch die Wellis. Schließlich müssen sie ja zeigen, wer die Chefs im Hause sind.
 
Außerdem fliegen schon mal, besonders in der Mauserzeit, einige Federn und Körnerhülsen etc. durch die Gegend. Der Staubsauger muss also schon zweimal pro Tag an die Arbeit.

Sollte ein Welli einmal krank sein, bitte unbedingt einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen! Normale Kleintierärzte haben nicht das nötige Wissen, um den Rackern wirklich zu helfen. 


Achtung:
Ein Welli zeigt instinktiv erst, dass er krank ist, wenn es schon fast zu spät ist, da er in der Natur aus dem Schwarm ausgestossen werden würde. Also bitte schnell handeln! 

 

Gemüse und Obst futtern die meisten Wellis für ihr Leben gerne und gehören für mich in Maßen zu einer gesunden Ernährung dazu. Es bietet ihnen nicht nur eine geschmackliche Abwechslung, sondern enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Meine Wellis werden z.B. bei Basilikum oder Möhrenkraut zu absoluten Raubtieren.

Beim Körnerfutter bitte darauf achten, dass es nicht zu viele ölhaltige Samen und keine Zucker- oder Bäckereierzeugnisse enthält.
Dies kann zu ernsthaften Erkrankungen wie z. B. Lipome führen.
Eine gute Mischung ist z.B. 45 % Glanz- bzw. Kanariensaat, 15 % Silberhirse, 15 % Senegal- bzw. Platahirse,
10 % Japanhirse, 5 % Rote Hirse, 5 % Nackthafer, 5 % Negersaat.

Da die Wellis einen angeborenen Knabbertrieb haben, sollte man ihnen auf jeden Fall Äste oder Korkröhren etc. anbieten. (Das schont auch Tapeten, Türen, Schränke etc.)

Für Kletterbäume, Spielplätze etc. sollte man auch auf jeden Fall sorgen. Wellis lieben es, zwischen Ästen herumzuklettern, zu schaukeln und mit Weidenbällen, Glocken etc. zu spielen.

Je wohler sich die Wellis in ihrem Zuhause fühlen, umso mehr erlebt man die Vielfalt ihrer Verhaltensweisen, die einfach nur unbeschreiblich schön sind.

 

 

Leitfaden für Wellensittichfreunde

Vor einiger Zeit haben wir (Michael HansenJennifer Schneider, Anja Schütt und ich) uns Gedanken gemacht, wie man die wichtigsten Punkte der Wellensittichhaltung kurz und bündig zusammenfassen könnte.
Daraus ist in Gemeinschaftsarbeit unser kleiner "Leitfaden für Wellensittichfreunde" entstanden.

Einfach auf das PDF-Symbol klicken und der Leitfaden wird geöffnet und kann auf dem eigenen PC gespeichert und nach Anleitung ausgedruckt werden:

Wir hoffen, dass wir mit dieser Info-Broschüre ein klein wenig helfen können und wünschen viel Spaß beim Lesen!

 

 

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