Mein Zuchttagebuch 2014

Seite 1 vom 11.05.2014 bis 06.06.2014

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11.05.2014

Durch die Mauser und andere Ereignisse hat sich leider der Zuchtbeginn bei mir etwas nach hinten verschoben, aber nun geht es endlich los.

Meine Zuchtpärchen haben Anfang Mai ihre Boxen bezogen. In den Wochen vorher habe ich meine Wellis durch brutförderndes Futter (Keim-, Quell-, Eifutter und mehr Gemüse) und natürlich durch viel mehr Schreddermaterial als sonst in Stimmung gebracht. Die Pärchen harmonisieren sehr gut miteinander und die Hennen sitzen seit ein paar Tagen schon sehr oft im Nistkasten. Sobald ich allerdings in irgendeiner Art und Weise (Futterwechsel, Grünfuttergabe etc.) in der Box herumhantiere, gucken die Hennen neugierig aus dem Nistkastenloch. Man könnte ja etwas verpassen.

Heute Morgen habe ich ein wunderschönes "Muttertagsgeschenk" von meinem Pärchen Keanu und Lizzy bekommen:

Das erste Ei!


Ich hoffe sehr, dass es befruchtet ist. Bitte Daumen drücken.

Die Zuchthähne bekommen natürlich sofort Besuch, sobald die Tür
von der Voliere offensteht. Dann wird erzählt ohne Ende
und es werden erst einmal die neuesten Nachrichten ausgetauscht.

 

13.05.2014

So kann es gerne weitergehen. Und natürlich bitte alle befruchtet.

Lizzy sitzt bereits schon fest auf ihren Eiern und wird super von Keanu versorgt. Man merkt, dass er bereits erfahren ist. Auch Chopper umsorgt seine Holde sehr gut, die aber leider noch ein klein wenig aufgeregt ist und immer mal wieder aus dem Nistkasten guckt. Auch Xenia sitzt noch nicht ganz so fest auf ihrem Ei, wie ich es mir wünsche. Sie ist auch die einzige Henne, die nicht auf mein Anklopfen an den Nistkasten reagiert und einfach stur im Kasten sitzenbleibt. Wenn ich sie dann liebevoll zum Verlassen des Nistkastens auffordere, knabbert sie einfach nur zärtlich an meinen Fingern und scheint mich anzugrinsen, so nach dem Motto: "Hey, klasse, dass du mich hier mal besuchst."

Das hier ist die verrückte Medea, die sich
gerade mit Basilikumblättern einparfümiert.

 

15.05.2014

Das hier ist einer der schönsten Momente in der Zucht!

Ich hoffe, man kann ein wenig die roten Äderchen erkennen. Ein eindeutiges Indiz dafür, dass das Ei befruchtet ist.

Auch sonst läuft alles weiterhin prima. Es werden im Zwei-Tages-Rhythmus Eier gelegt und die Hennen sitzen inzwischen fest auf ihnen. Die Hähne werden von mir mit leckerem Futter verwöhnt und sie verwöhnen wiederum die Hennen damit.

 

20.05.2014

Sommertemperaturen im Mai!
Damit die Zuchtpärchen sich etwas abkühlen konnten, habe ich in jede Zuchtbox eine kleine Schale mit Wasser gestellt, die auch dankend angenommen wurde.

Die Hennen sitzen fast immer auf ihren Eiern in den Nistkästen und kommen so gut wie nur noch zur morgendlichen "Kuschelrunde" und zum Kotablassen heraus. Oder wenn sie mal etwas Grünfutter, Karotte o.a. frisch haben möchten. Den Hähnen ist noch extrem langweilig und sie freuen sich wie verrückt, wenn die Hennen in die Box kommen. Tja, in der Natur hätten sie jetzt mehr zu tun, da sie teilweise weite Strecken fliegen müssen, um Futter heranzuschaffen. Aber spätestens in 1 1/2 Wochen wird die Sache schon anders aussehen. Es sind nämlich alle Eier, bei denen ich schon etwas beim Schieren erkennen kann, befruchtet, d.h. bald geht das Kükenschlüpfen los.

 

23.05.2014

Nach dem Gewitter gestern Abend hat es sich zum Glück wieder etwas abgekühlt und es ist nicht mehr so schwül.

Lizzy möchte es anscheinend echt wissen. Sie hat denn heute ihr siebtes Ei gelegt.

Ich hoffe inständig, dass sie bald mit dem Eierlegen aufhört, da nicht nur das Produzieren der Eier einiges an Energie kostet, sondern natürlich auch die Aufzucht so vieler Küken. Wichtig ist übrigens auch, dass die Zuchtpärchen in der Box genügend Mineralien und Grit angeboten bekommen. Zwischendurch streue ich immer mal wieder ein paar von mir fein gemörserte Eierschalen ins Futter, um den Kalkbedarf zu decken. Dafür nehme ich ganz normale gekochte Hühnereier, von deren Schale ich aber vorher wegen Schimmelgefahr komplett die Haut entferne.

Auch im Nistkasten Nr. 2 konnte ich ein Ei mehr entdecken.

Im Nistkasten Nr. 3 lag heute kein Ei mehr drin, was mich aber überhaupt nicht enttäuscht hat, da ich der Henne nicht mehr zumuten möchte. Sie hat zwar einen erfahrenen Hahn an ihrer Seite, aber schließlich wird besonders in der ersten Zeit den Hennen sehr viel abverlangt.

Besonders schön ist es, wenn man die Embryos beim Schieren in den befruchteten Eiern erkennen kann. Wenn sie sich bewegen, meint man fast, dass sie einem zuwinken.

Zur Abwechslung gibt es noch zwei Planschbilder aus der Voliere:

 

25.05.2014

Meine Hennen haben ausnahmsweise auf mich gehört und heute keine neuen Eier mehr gelegt.
Alle Eier sind befruchtet und ich hoffe sehr, dass auch aus allen Eiern Küken schlüpfen und diese es dann auch auf die Stange schaffen.
Jetzt geht das Hibbeln los, da nächste Woche das erste Küken schlüpfen müsste. Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen.

Übrigens züchte ich jetzt auch Hasen.
Nein, natürlich nicht. Wellis reichen mir völlig. Mr. Langohr hat sich eben bei uns in den Garten verirrt und da habe ich schnell die Gelegenheit ergriffen und ein Foto von ihm gemacht.

 

29.05.2014

Passend zum Vatertag gibt es zwei neue Väter auf der Welt.
Herzlich willkommen, kleine Teuto-Küken.

Keanus und Lizzys erstes Küken ist wie geplant heute geschlüpft. Die Eltern kümmern sich bisher liebevoll um den kleinen Fratz und ich konnte sehen, dass Lizzy ihn bereits gut gefüttert hat.

Barneys und Xenias erstes Küken sollte nach Plan eigentlich erst morgen schlüpfen und so war ich denn sehr überrascht, vorhin bei der Futterausteilung ein zartes Gepiepe aus dem Nistkasten zu hören. Bei der Nistkastenkontrolle konnte ich mich denn überzeugen, dass dort schon ein kleiner Fratz geschlüpft war. Ich nehme an, dass es kurz vorher geschlüpft sein muss. Da die Eltern unerfahren in der Aufzucht sind, habe ich sie ganz schnell wieder in Ruhe gelassen, damit sie sich um ihr Küken kümmern können und nicht abgelenkt werden.

Heute am späten Nachmittag werde ich noch mal kontrollieren, ob die Küken auch gut gefüttert werden. Den Eltern habe ich eine Extraportion Kraftfutter (Keim-, Eifutter, ein paar Haferflocken und kleingeraspelte Möhren) in die Box gestellt, worauf sich die Hähne sogleich gestürzt haben.
Beide Väter saßen übrigens bereits mit im Nistkasten und haben ihren Sprößling begutachtet. In den ersten Tagen werden die Küken nur von der Henne gefüttert, die sie mit der speziellen Vormagenmilch versorgt. Es wäre fatal, wenn der Hahn die Küken in dem Alter bereits mit Körnern füttern würde, da die Kleinen diese noch gar nicht verarbeiten können. Erst ab ungefähr dem vierten Tag mischt die Henne vorverdaute Körner und Grünfutter mit unter die Vormagenmilch. Nach und nach wird dann die Vormagenmilch immer weiter reduziert, sodass sich der kleine Organismus auf die "schwerere" Kost einstellen kann.

 

31.05.2014

Inzwischen befindet sich in jedem Nistkasten noch ungefiederter Nachwuchs.
Zwei der Küken haben seit heute Morgen auch bereits ein Geschwisterchen und wuseln nun zu zweit im Nistkasten herum.

Das Gepiepse der Küken, wenn sie um Futter betteln, ist Musik in meinen Ohren. Jetzt bekommen die Hähne langsam aber sicher immer mehr zu tun und müssen fleißig ihre Hennen füttern.

 

01.06.2014

Es läuft!

Küken von Nistkasten 1:

Küken von Nistkasten 2:

Küken von Nistkasten 3:

 

04.06.2014

Tadaaaaa!
Heute habe ich das erste Küken beringt.
Wie man sieht, trägt das Welli-Küken von Welt dieses Jahr grün.

Nach dem Fotoshooting durfte der kleine Fratz ganz schnell wieder zu seinen drei Geschwistern und danach schnell wieder zu Mama.

Die drei Küken von Xenia und Barney
kugeln sich in Leons Hand zusammen.

Auch die drei Küken aus Nistkasten Nr. 3 kuscheln miteinander.

An den Kröpfen der älteren Küken kann man inzwischen erkennen, dass der Speiseplan nicht mehr nur aus der Vormagenmilch der Henne besteht. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie die Hennen instinktiv den Küken in den verschiedenen Altersstadien das für sie passende Futter zukommen lassen.

 

06.06.2014

Die Küken wachsen und gedeihen und inzwischen sind nur noch ein paar Eier da, aus denen in den nächsten Tagen die restlichen Küken schlüpfen werden.

Die fünf Küken aus Nistkasten Nr. 1
(Küken Nr. 5 liegt unter den anderen )

Die vier Küken aus Nistkasten Nr. 2
(Zwei Küken werden noch erwartet.)

Die vier Küken aus Nistkasten Nr. 3
(Ein Küken wird noch erwartet.)

Inzwischen reinige ich jeden Tag die Nistkästen, da die Küken viel Dreck produzieren und ich gerade bei der Wärme Krankheiten vermeiden möchte.
Auch der Futterverbrauch ist inzwischen enorm. Man merkt, dass nun wesentlich mehr Schnäbel gestopft werden müssen.
Mittlerweile sind bereits sieben Küken beringt. Eines davon musste ich heute noch mal beringen, da es seinen Ring wieder abgestreift hatte. So etwas kommt bei mir öfters vor, da ich lieber frühzeitig beringe, als dass ich den Ring womöglich nicht mehr über den Fuß bekomme. Allerdings liegt der Ring dann normalerweise immer im Nistkasten drin. In diesem Fall habe ich mehr oder weniger verzweifelt überall diesen verschwundenen Ring gesucht. Tja, entweder spukt es bei mir oder ich bin einfach nur blind. Jedenfalls blieb der Ring für mich bis jetzt unauffindbar. Ein Küken mit Ring-Nr. 4 wird es also dieses Jahr bei mir nicht geben; es sei denn, der Ring taucht plötzlich wieder auf. 

 

 

 

 

 


 

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